Ankerwurf

Im neuen Format Ankerwurf finden im Verlauf des Festivals an drei Tagen Workshops statt, in deren Rahmen Interessierte geladen sind, sich kritisch und konstruktiv über inhaltliche Schwerpunkte oder Arbeitsweisen einzelner Inszenierungen auszutauschen. Ein Ankerwurf wird den Fokus auf die Herausforderungen des Berufseinstieges legen.

DIE WEGE ZUM THEATER

SA, 31.5. | 11:00 – 12:30 Uhr
GÄSTE Susanne Reifenrath (Regisseurin, stellvertretende Vorsitzende dft Hamburg)

Das Ziel ist meist klar: Wir wollen Theater machen. Ob als RegisseurIn, SchauspielerIn, BühnenbildnerIn, DramaturgIn oder oder oder … Doch wie kommen wir dahin? Wie erreichen wir eine für uns annehmbare Arbeitssituation in den vorhandenen Strukturen – egal ob Stadttheater oder Freie Szene? Welche Balance zwischen künstlerischer Entfaltung und Produktionsbedingungen ist oft nötig – und
welche wäre förderlich?
Ihr Wissen über das Bewegen in der Theaterlandschaft stellt Susanne Reifenrath in dem ersten ankerwurf zur Verfügung. Mit ihr diskutieren wir die Wege zum Ziel, die Vor- und Nachteile und suchen nach Möglichkeiten einer Bewegung, die sich nicht an die Strukturen anpasst, sondern diese gestaltet.

ÜBER DIE SINNHAFTIGKEIT UND WIRKUNGSKRAFT VON THEATER

SO, 1.6. | 11:00 – 12:30 Uhr
GÄSTE Tina Pfurr (Ballhaus Ost, Berlin), Anne Schneider (Regisseurin, Künstlerische Leitung KALTSTART), weitere Gäste tba

Wir machen Theater. Warum? Für wen? Mit welcher Motivation? Mit welchem Auftrag? Was haben wir davon und was die Gesellschaft? Und hat das Theater seit der Postmoderne tatsächlich an gesellschaftlicher Relevanz verloren, nur weil die Zuschauerzahlen sinken?

In einer offenen Podiumsdiskussion nehmen wir die Funktion von Theater in unserer Gesellschaft unter die Lupe, hinterfragen Sinn und Sinnlichkeit der eigenen künstlerischen Tätigkeit und fragen uns, welche Aufgaben und Ziele Theater heute haben kann.

DER UMGANG MIT SPRACHE UND DEREN ÜBERSETZUNG AUF DER BÜHNE

DI, 3.6. | 11:00 – 12:30 Uhr

GÄSTE Tina Bellingen (freie Dramaturgin), Viola Köster (Dramaturgin  Theaterakademie), Anne Schneider (Regisseurin, Künstlerische
Leitung KALTSTART)

Im sogenannten »Sprechtheater« stellt der Text in vielen Fällen den Ausgangspunkt einer Inszenierung dar. Der Text ist Inhalt, Ausdruck und Form zugleich. Doch wie damit umgehen? Wie wird der geschriebene Text zur Sprache und die Sprache zum theatralen Vorgang auf der Bühne? Mit welchem Sprachstil transportieren wir welche Aussagen und warum ist uns das wichtig? Welche Bezüge
bestehen in Dramatik und Postdramatik zwischen Sprache und Handlung? Und führt Sprachlosigkeit zu Handlungsverlust und umgekehrt? Anhand von Inszenierungen des diesjährigen KALTSTART-Festivals laden wir zur Diskussion über die Bedeutung und den Umgang mit Sprache im Theater und im Leben ein.